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Projekt Nr. 001: Windpark "Streu & Saale"

Projektstatus: Baubeginn ist erfolgt (10 WEA)
Inbetriebnahme: 08/2017

Im Frühjahr 2010 wurde von Seiten der Agrokraft GmbH der Impuls zum Friedrich-Wilhelm Raiffeisen Windpark „Streu & Saale“ gegeben. Dieser sollte sich über eine Gesamtfläche von ca. 700 ha bei sechs beteiligten Gemeinden erstrecken. Aufgrund der engagierten Mitarbeit aller beteiligten Kommunen, der Grundstückseigentümer und der Mitstreiter der lokalen Energiegenossenschaften hätten nach dem damaligen Sachstand bis zu 18 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 42 MW realisiert werden können.

Am 01.12.2010 wurde in Heustreu für alle beteiligten Kommunen (Hollstadt, Heustreu, Hendungen, Oberstreu/Mittelstreu, Mellrichstadt/Bahra und Unsleben) jeweils eine lokale Friedrich-Wilhelm Raiffeisen Energie eG gegründet. Diese Genossenschaften wurden im Januar 2012 eingetragen und haben am 14.03.2012 die Friedrich-Wilhelm Raiffeisen Windpark Streu & Saale eG gegründet, in deren Aufgabenbereich Bau und Betrieb des FWR Windparks „Streu & Saale“ fallen sollte. Die Ortsenergiegenossenschaften waren bzw. sind so ausgerichtet, dass sie auch weitere lokale Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien anstoßen und realisieren können.

Am 27.04.2012 wurde der Antrag auf Genehmigung nach Bundesimmisionsschutzgesetz (BImSchG) für 18 Windenergieanlagen (WEA) eingereicht. Die Antragsunterlagen wurden mit Unterstützung der Firma RENERCO Renewable Energy Concepts AG (heute BayWa r.e. Wind GmbH & Co KG) erstellt, einem Unternehmen der BayWa Gruppe, das schon mehrere Windparkplanungen erfolgreich begleitet hat.

Am 18.07.2013 haben wir die Genehmigung für 12 Windkraftanlagen vom Typ Siemens erhalten. Gegen diesen Bescheid gingen mehrere Klagen ein. Auch wir als Genossenschaften haben gegen den Bescheid Einspruch erhoben. In einem gerichtlichen Vergleich konnten alle Einwände gegeneinander abgewogen werden und ein Bescheid erreicht werden, der eine Umsetzung von 12 Anlagen ermöglicht hätte.

Die Planungen basierten auf zwei Windgutachten unabhängiger Sachverständiger. Diese wiesen eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 6,2 m/s in 140 m Nabenhöhe aus.

Den Vorgaben der Banken entsprechend und zur Absicherung der Ertragsprognosen starteten wir Ende November 2012 eine einjährige Windmessung. Dazu wurde ein Windmessmast in Nabenhöhe errichtet, der gemessene Werte vom Standort lieferte, die mit den bisherigen Gutachten abgeglichen wurden. Während der Messperiode wurden deutlich niedrigere Windwerte als ursprünglich erwartet gemessen.

 

Messmast.jpg

Zwischenzeitlich wurde zudem der ursprünglich genehmigte Windrad-Typ von Siemens nicht mehr produziert.

 

Vor diesem Hintergrund hat sich die Genossenschaft entschlossen, das Projekt abzugeben, da weiteres finanzielles Engagement notwendig gewesen wäre, das auf genossenschaftlicher Basis nicht mehr erwartet werden konnte.

Nach längerer Suche konnten wir einen Käufer finden, der das Projekt unter diesen schwierigen Voraussetzungen zu Ende führen wollte. Im Rahmen der Planungen wurde der Windradtyp geändert und zudem auf die noch genehmigten beiden Anlagen in Hendungen verzichtet. Somit wurde eine Genehmigung für 10 Anlagen vom Typ Vestas V126 eingeholt.

Nach längerer Suche und diversen Verhandlungen konnte der Käufer mit der Firma Senvion einen Investor finden, der das Projekt nun umsetzt. Dieser ist  auch weltweiter Anlagenhersteller. Deshalb musste ein weiteres Mal eine Änderung des Anlagentyps vorgenommen werden, was zwischenzeitlich geschehen ist. Projekt- und Betreibergesellschaft ist weiterhin Sila Fünf GmbH mit Sitz in Bad Neustadt/S.

Inzwischen hat der Bau begonnen. Hier ein paar Impressionen:

WEA12-2.jpg

 WEA13-Turm.jpgP1140119.JPG

Eckdaten zum geplanten Windpark:

Anzahl WEA:             10 Anlagen

Typ:                         Senvion 3.2 bzw 3.4 122NES

Nabenhöhe:              139  m

 

Die Einweihung findet am 08.09.2017 statt.

(Stand: 22.08.2017)